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| GUSTAV MAHLER: SYMPHONIE NR. 1 / LIEDER... |
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Gustav Mahler - der Komponist
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Gustav Mahler, Sohn eines jüdischen Kaufmanns, wurde am 7. Juli 1860 in Kalischt (Böhmen) geboren, das damals zum Österreichisch-Ungarischen Kaiserreich gehörte. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Iglau, Prag und Wien, wo er Konsoervatorium und Universität besuchte. Sein erstes bedeutendes Werk, «Das Klagende Lied», vollendete er 1880.
Zu dieser Zeit dirigierte er bereits an Opernhäusern – zunächst in kleinen Städten und später auch an grossen Bühnen wie Prag, Leipzig und Budapest. Von 1891 bis 1897 arbeitete er als Kapellmeister am Hamburger Stadttheater.
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Seine aus musikalischer Sicht wichtigste Anstellung hatte er jedoch als Operndirektor an der Wiener Hofoper von 1897 bis 1907. (Um diese Stelle zu bekommen, musste Mahler zum Katholizismus konvertieren.) In dieser Funktion machte er es sich nicht nur zur Aufgabe, alle Elemente der Oper (Gesang, Orchester, Aufführungspraxis) zu verfeinern; er versuchte auch, sie miteinander zu verbinden, um dramatisch überzeugende Werke aufführen zu können.
So reformierte er die szenische Präsentation und gestaltete die Aufführungen bühnenwirksamer.
Von 1908 bis 1910 dirigierte er an der Metropolitan Opera in New York und übernahm die musikalische Leitung der Philharmonie von New York zwischen 1909 und 1911.
Trotz seiner intensiven Konzerttätigkeit schuf er zwischen 1884 und 1909 neun expressive, monumentale Symphonien für grosse Orchesterbesetzungen, teilweise mit Singstimmen kombiniert und von aussermusikalischen oder programmatischen Andeutungen durchzogen. Seine zehnte Symphonie blieb unvollendet.
Ausserdem schrieb er Werke für Orchester und Singstimme, die wie eine Symphonie aus Liedern wirken und musikalisch an Franz Schuberts Liedschaffen anknüpfen: «Lieder eines fahrenden Gesellen», «Des Knaben Wunderhorn», «Kindertotenlieder» und «Das Lied von der Erde».
Als Zwanzigjähriger war Gustav Mahler unglücklich in die Sängerin Johanna Richter verliebt, später in die Ehefrau seines Freundes Carl Maria von Weber, und schliesslich hatte er wohl ein Verhältnis mit der Sängerin Anna von Mildenburg.
1902 heiratete er Alma Schindler, eine begabte und attraktive Kompositionsstudentin, die 19 Jahre jünger war als er. Die ältere ihrer beiden Töchter starb im Alter von 5 Jahren, was Mahler das Herz brach.
Am 18. Mai 1911 starb Mahler in Wien an einer Herzerkrankung, die sich durch eine Blutinfektion verschlimmert hatte; er hatte noch nicht einmal das 51. Lebensjahr vollendet.
Zu seinen Lebzeiten und in den 50 Jahren nach seinem Tod wurden seine Werke nur selten aufgeführt und kaum verstanden. Obwohl einige seiner einflussreichsten Anhänger, wie die Dirigenten Bruno Walter und Otto Klemperer, seine Stücke oft spielten, war seine moderne, unkonventionelle und heterogene Musik bis nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenig verbreitet.
Von volksliedhaft schlichten Melodien bis hin zu kunstvoll polyphoner Musik bieten die Kompositionen alle Facetten. «Meine Zeit wird kommen», sagte Mahler. Heute haben seine Werke einen festen Platz im Repertoire aller grossen Symphonieorchester.
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Symphonie Nr. 1
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Der Liederzyklus «Lieder eines fahrenden Gesellen» und die «Symphonie Nr. 1» in D-Dur (nach dem Roman von Jean Paul, der den Anstoss zu ihrer Komposition gab, auch «Titan» genannt) wurden etwa zeitgleich komponiert: Der Liederzyklus entstand zwischen 1883 und 1885, die Symphonie zwischen 1884 und 1888. Beide Kompositionen überarbeitete Mahler später; die Lieder wahrscheinlich 1891, die Symphonie 1893 - 96.
Die beiden Werke sind eng miteinander verbunden: Grosse Teile des Liederzyklus hat Mahler in seiner Symphonie verarbeitet. Wie bei seiner «Winterreise» von Schubert und anderen romantischen Liedern gab auch bei diesem Liederzyklus eine unglückliche Liebe den Anstoss zur Komposition – die Beziehung zu der Sängerin Johanna Richter.
Mahler selbst schrieb zu seiner Musik die verzweifelten Texte in Anlehnung an Gedichte aus «Des Knaben Wunderhorn». Insgesamt gelten die vier Lieder aus dem Zyklus «Lieder eines fahrenden Gesellen» als seine erste reife Komposition.
Seine Symphonie Nr. 1 hatte Mahler eigentlich als symphonisches Gedicht in zwei Teilen geplant, die die Überschriften «Aus den Tagen der Jugend» und «Commedia humana» tragen sollten. Auch einzelne Sätze der Symphonie trugen Namen, die er jedoch strich, als das Werk 1899 veröffentlicht wurde. Sie lassen die romantischen Ideen erkennen, die hinter dieser Symphonie stehen «Frühling und kein Ende», «Mit vollen Segeln», «Gestrandet» und «Dall' Inferno».
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Symphonie Nr. 1 / Gustav Mahler
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1. Langsam. Wie ein Naturlaut. Im Anfang sehr gemächlich (14.31) mahlersym11.mp3 [13'731 KB]
2. Kräftig bewegt, doch nicht zu schnell. Trio. Recht gemächlich (6:56) mahlersym12.mp3 [6'633 KB]
3. Feierlich und gemessen, ohne zu schleppen (10:37) mahlersym13.mp3 [9'963 KB]
4. Stürmisch bewegt (17:40) mahlersym14.mp3 [16'639 KB]
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Lieder eines fahrenden Gesellen / Gustav Mahler
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1. Wenn mein Schatz Hochzeit macht (3.54) mahlerhochzeit.mp3 [3'685 KB]
2. Ging heut morgen übers Feld (4.00) mahleruebersfeld.mp3 [3'786 KB]
3. Ich hab ein glühend Messer (3.12) mahlermesser.mp3 [3'061 KB]
4. Die zwei blauen Augen (5.10) mahleraugen.mp3 [4'838 KB]
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PETER ILJITSCH TSCHAIKOWSKY: Op. 23 & Op. 35 | JOSEPH HAYDN: «Die Schöpfung» - Arien & Chöre |
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